Nordamerika

Gut vorbereitet unterwegs

Wichtige Hinweise für Ihre Nordamerika-Reise:
Gut vorbereitet unterwegs

Visa und Einreisebestimmungen
Die Vorbereitung beginnt online: deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Reisen in die USA zwingend vorab eine ESTA-Genehmigung, für Kanada das entsprechende eTA-Dokument. Diese elektronischen Reisegenehmigungen sollten mindestens 72 Stunden vor Abflug beantragt werden. Ein maschinenlesbarer biometrischer Reisepass, der für die Dauer des Aufenthalts gültig ist, ist Pflicht.

Gesundheitsvorsorge und Impfungen
Impfvorschriften gibt es keine. Das amerikanische und kanadische Gesundheitssystem ist erstklassig, gehört jedoch zu den teuersten der Welt. Eine leistungsstarke Auslandskrankenversicherung, die unbegrenzte Deckungssummen und medizinische Rücktransporte einschließt, ist absolut unverzichtbar, da Ärzte und Krankenhäuser oft Vorkasse verlangen.

Kommunikation und Erreichbarkeit
Das Netz ist in Städten hervorragend, in den riesigen Nationalparks oder Canyons gibt es jedoch häufig Funklöcher. Nutzen Sie Offline-Karten für Ihr Smartphone (z.B. via Google Maps vorab heruntergeladen). Für Datenvolumen empfehlen sich eSIM-Karten oder spezielle Touristen-Tarife von Anbietern wie AT&T oder T-Mobile.

Zahlungsmittel und Währungen
Nordamerika ist das Land der Plastikkarten. Der US-Dollar bzw. Kanadische Dollar wird fast überall bargeldlos eingesetzt. Eine eigene vollwertige Kreditkarte (idealerweise Visa oder Mastercard) ist zwingend notwendig – sei es für die Kautionshinterlegung beim Mietwagen, im Hotel oder für den Kaffee zwischendurch. Bargeld wird nur für kleine Trinkgelder (z.B. für den Bellboy) benötigt.

Kulturelle Sensibilität
Die "Tipping Culture" (Trinkgeldkultur) ist tief verwurzelt und anders als in Europa. Da das Servicepersonal in der Gastronomie ein sehr niedriges Grundgehalt bezieht, ist ein Trinkgeld von 18 % bis 25 % vor Steuern obligatorisch und wird auf der Rechnung oft schon vorgeschlagen. Der Umgangston ist sehr freundlich, direkt und serviceorientiert („How are you doing?“ ist eine Begrüßung, keine Frage nach der Befindlichkeit).

Sicherheitshinweise
Nordamerika ist generell gut zu bereisen. In großen Metropolen sollten Sie sich jedoch vorab im Hotel informieren, welche Viertel (sogenannte „Bad Neighborhoods“) besonders nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden sollten. Naturgefahren (wie extremes Wetter, Waldbrände oder Bären) in den Nationalparks sollten stets durch Beachtung der Warnschilder und Ranger-Hinweise ernst genommen werden.

Infrastruktur und Transport
Nordamerika ist für Autos gebaut. Rießige Distanzen machen Inlandsflüge oder den klassischen Mietwagen/Camper zur besten Wahl. Die Straßen sind breit und das Fahren (meist mit Automatikgetriebe) ist außerhalb der Megametropolen sehr entspannt. Beachten Sie die strengen Geschwindigkeitskontrollen und Besonderheiten wie das Erlaubt-Sein des Rechtsabbiegens bei Rot (außer in New York City).

Naturschutz und Tierwelt
Die Nationalparks sind legendär. Die oberste Regel lautet: "Keep wild animals wild". Halten Sie strengen Abstand zu Bären, Bisons oder Elchen (oft sind Mindestabstände vorgeschrieben) und lagern Sie Lebensmittel beim Campen zwingend bärensicher. Drohnen sind in fast allen Nationalparks streng verboten.

Umweltbewusstsein
Das Prinzip "Leave No Trace" (Hinterlasse keine Spuren) wird in den Naturparks sehr ernst genommen. Nehmen Sie Ihren Müll stets wieder mit. Beachten Sie jedoch, dass in den Städten der Ressourcenverbrauch (Klimaanlagen, Einwegverpackungen) oft noch deutlich höher ist als in Europa gewohnt – hier können Sie durch eigenes Verhalten (z.B. Verzicht auf tägliche Handtuchwechsel im Hotel) gegensteuern.

Sprachen
Englisch ist die unangefochtene Hauptsprache. Im Süden der USA (wie Florida oder Kalifornien) ist Spanisch stark vertreten und absolut alltagstauglich. In Kanada ist Französisch, insbesondere in der Provinz Québec, zweite offizielle Amtssprache.