Wichtige Hinweise für Ihre Reise in den Orient:
Gut vorbereitet unterwegs
Visa und Einreisebestimmungen
Die Bestimmungen variieren je nach Staat: Für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) oder Katar erhalten EU-Bürger das Visum bei Ankunft (Visa on Arrival) kostenlos in den Pass gestempelt. Für Saudi-Arabien muss vorab online ein E-Visum beantragt werden. Ihr Pass darf oftmals keine israelischen Einreisestempel enthalten (informieren Sie sich hierzu im Einzelfall) und muss noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Gesundheitsvorsorge und Impfungen
Spezielle Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Die medizinische Versorgung (besonders in Metropolen wie Dubai, Abu Dhabi oder Doha) ist hochmodern und erstklassig. Das größte Gesundheitsrisiko ist die extreme klimatische Differenz: Bringen Sie immer einen Pullover oder Schal mit, da Malls, Hotels und Fahrzeuge oft sehr stark heruntergekühlt werden, während draußen Wüstenhitze herrscht.
Kommunikation und Erreichbarkeit
Das Netz ist in den Metropolen extrem schnell. Lokale SIM-Karten gibt es am Flughafen (oft sogar gratis bei der Einreise in Dubai). Wichtig: Internet-Telefonie-Dienste (VoIP) wie WhatsApp-Anrufe oder FaceTime sind in Ländern wie den VAE staatlich blockiert. Textnachrichten funktionieren problemlos, aber für Sprachanrufe nach Hause benötigen Sie meist kostenpflichtige VPN-Dienste oder zugelassene Alternativen wie Botim.
Zahlungsmittel und Währungen
Ob Dirham (VAE), Rial (Oman/Katar) oder Riyal (Saudi-Arabien) – die lokale Währung dominiert, aber in den arabischen Golfstaaten ist Kartenzahlung (Kredit- und teils Debitkarten) absolut flächendeckend üblich. Selbst ein Kaffee oder das Taxi kann problemlos kontaktlos bezahlt werden. Etwas Bargeld wird höchstens in traditionellen Souks oder für Trinkgelder gebraucht.
Kulturelle Sensibilität
Der Islam prägt das kulturelle Leben. Die Kleiderordnung für Touristen ist in vielen Metropolen wie Dubai mittlerweile spürbar entspannt – sommerliche und offenere Kleidung wird im Alltag vielerorts toleriert. Dennoch ist es wichtig, die lokale Religion und Kultur zu respektieren und diese Toleranz nicht auszureizen. Ein gesundes Mittelmaß ist ideal: In traditionellen Souks, abseits der Touristenpfade oder im Oman empfiehlt es sich als Zeichen des Respekts, Schultern und Knie zu bedecken. Bademode gehört ausschließlich an den Strand oder an den Hotelpool. Beim Besuch von Moscheen sind lange Kleidung und für Frauen ein Kopftuch obligatorisch. Auch beim öffentlichen Austausch von Zärtlichkeiten ist Zurückhaltung geboten. Alkohol wird zumeist nur in lizenzierten Hotels und deren Restaurants ausgeschenkt.
Sicherheitshinweise
Länder wie die VAE, Oman oder Katar gehören zu den sichersten Reiseländern der Welt. Die Kriminalitätsrate tendiert gegen null, selbst nächtliche Spaziergänge sind absolut unbedenklich. Die Strafen für Vergehen sind streng. Vorsicht ist lediglich im oftmals sehr rasanten und ungeduldigen Straßenverkehr geboten.
Infrastruktur und Transport
Die Metropolen bieten eine futuristische Infrastruktur mit hochmodernen Metros, günstigen klimatisierten Taxis und hervorragend ausgebauten Straßen. Für den Oman eignet sich ein Mietwagen (am besten Allrad/4x4) perfekt, um auf eigene Faust spektakuläre Wadis oder Bergregionen zu erkunden.
Naturschutz und Tierwelt
Die Wüste und die Küsten (Korallenriffe, Mangroven) sind faszinierende, aber empfindliche Ökosysteme. Bei Wüstensafaris (Dune Bashing) darf der Fahrer unter keinen Umständen Müll zurücklassen. Das Reiten auf Kamelen sollte nur bei verifizierten, tierfreundlichen Anbietern gebucht werden.
Umweltbewusstsein
Der ökologische Fußabdruck in den Golfstaaten ist bedingt durch Entsalzungsanlagen für Wasser und gigantische Klimaanlagen naturgemäß hoch. Als Gast können Sie einen Beitrag leisten, indem Sie Wasser nicht unnötig laufen lassen, Handtücher mehrmals verwenden und die Klimaanlage im Zimmer bei Abwesenheit ausschalten oder regulieren.
Sprachen
Arabisch ist die offizielle Amtssprache. Bedingt durch den extrem hohen Anteil an internationalen Fachkräften und Expats (oft über 80 % der Bevölkerung) ist Englisch jedoch die absolute, allgegenwärtige Verkehrssprache im Alltag. Sie kommen in der gesamten Region mit Englisch perfekt zurecht.